KCM Blog
PDP-11/34A - Restaurierung Teil 3
Nachdem die ersten Hürden genommen waren ging es daran die einzelnen Module der PDP zu testen und auch die Gehäuseteile zu restaurieren. Und wie so oft kommt es anders als man denkt doch dann gibt es auch wieder Licht am Horizont! Hier kommt der dritte Teil unserer kleinen Serie zur Restaurierung einer PDP-11/34A.
Unser letzter Beitrag endete mit der schönen Meldung das die Konsole nach dem Austausch den kaputten Swing-IC wieder aktiv war und genutzt werden konnte. Als nächstes war die DL11-W Konsole an der Reihe. Diese dient zum Anschluss eines Operator Terminals an die PDP auf dem die Standardausgaben des Gerätes ausgegeben werden. Ohne diese Karte ist eine Benutzung einer PDP nur sehr eingeschränkt möglich.
Ein erster Test zeigte das die mitgelieferte Karte hier scheinbar ein Problem bzw. Fehler hat und es leider nicht möglich war Signale an das Angeschlossene terminal zu schicken bzw. zu empfangen. Dies kann zum Beispiel durch das Schreiben der Adresse 777566 getestet werden. Wird dort zum Beispiel der Wert „110“ geschrieben so sollte auf dem Terminal ein großes H erscheinen, denn 110 ist der ASCI Code für ein H. Genau so funktioniert das Senden an die PDP. Wird auf dem Terminal die Taste H gedrückt, so sollte auf Adresse 777562 auch der Wert 110 ausgelesen werden können. Beides war mit der Karte jedoch nicht möglich. Zum Glück hatte ich noch eine funktionierende DL11-W Karte auf Lager und konnte diese erstmal ersetzen.
Die ersten Tests der MOS RAM Karte konnte ich noch problemlos mit der Konsole durchführen, denn das Schreiben uns Auslesen von verschiedenen Adressen ist eine einfache Sache. Den gesamten Speicherbereich zu prüfen ist da schon was anderes. Um diese Aufgabe durchführen zu können verwende ich daher das Unibone von Jörg Hoppe. Diese Karte erlaubt die Simulation von vielen Geräten wie zum Beispiel Laufwerke aber auch einer kompletten PDP-11 CPU. Eine Funktion ist auch der Test des physischen RAMs in der PDP und diesen hat unsere RAM Karte mit Bravour gemeistert. Wieder ein Punkt erfolgreich abgeschlossen.
Parallel zum Test der Karten wurde auch begonnen das Gehäuse zu reinigen und wieder in Schuss zu bringen. Vor Allem die Einfassung der Konsole und die Deckel und der Boden des Gehäuses brauchten eine Neulackierung denn hier hatte der Zahn der Zeit doch sehr genagt. Auch die für den Einbau in das Rack notwendigen Aufhängungen wurde neu lackiert und so wieder in Schuss gebracht.
Zurück zur Elektronik. Nachdem die einzelnen Komponenten soweit getestet waren und für in Ordnung befunden wurden war der nächste Meilenstein fällig. Die KD11-EA CPU musste getestet werden. Also alle notwendigen Komponenten in den Versuchsaufbau einbauen und die Daumen drücken das auch hier der weiße Rauch ausbleibt. Zum Glück war auch diesmal alles soweit ruhig und es ging ans Testen der CPU.
Schon beim Einschalten zeigte sich das erste Problem in Form eines BUS Errors auf der Konsole. Kein gutes Zeichen aber auch nicht unerwartet. Der Unibus ist durchaus für Kontaktprobleme bekannt, was alleine schon an der massiven Anzahl der Anschlüsse liegt. Meist kann durch Verwendung von Kontaktspray und vorsichtigen Ein- und Ausstecken das Ganze behoben werden, jedoch nicht in diesem Fall. Auch das Auslesen der CPU Register von Adresse 777700 bis 777707 war nicht ohne BUS Error Meldung möglich.
Ein doch schmerzlicher Rückschlag, denn die CPU zählt zu den kompliziertesten Teilen der PDP und hier nach Fehlern zu suchen ist kein einfaches Thema. Dunkle Wolken ziehen auf über den Tal wo die Elektronen schön wohnen. Doch wo viel Schatten da ist auch viel Licht und so ergaben sich nach mehreren Versuchen, Foreneinträgen und unzähligen Fehlschlägen neue Chancen und das Glück war uns zum Schluss hold. Doch dies ist ein Thema für die nächste Folge unserer kleinen Serie.
Fortsetzung folgt…
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