Neuzugang mit königlichem Auftrag

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Für viele gehören die Adventures von Sierra zu den Besten des Genres und besonders die King’s Quest Reihe steht hier meistens ganz weit oben auf der Liste. Teil Eins bis Drei sind nun in die Sammlung des Museums gewandert und damit ein Grund sie sich ein wenig anzusehen.

King’s Quest I: Quest for the Crown ist ein klassisches Sierra Adventure das ursprünglich als King’s Quest im Jahr 1984 für IBMs glücklosen PCjr veröffentlicht wurde. Dabei war am Anfang gar keine Serie geplant und so bekam das Spiel erst seinen vollen Namen als das Nachfolgespiel erschien und damit die Computerspielreihe King’s Quest begründete. Für die Geschichte und das Design der Geschichte und der Rätsel war Roberta Williams verantwortlich. Dies sollte sich auch bis zur letzten offiziellen Folge, King’s Quest 8: Maske der Ewigkeit, nicht ändern.

Das es sich bei einem Spiel mit Namen King’s Quest um kein Science Fiction Adventure handelt, dürfte wohl klar sein und so geht es natürlich um die Rettung eines Königreichs vor dem Niedergang. In diesem Fall um das Königreich Daventry das friedvoll und sicher von König Edward regiert wird. Das Land besitzt drei magische Artefakte die dessen Reichtum und Frieden garantieren.

Da wäre zum Einem der magische Spiegel der die Zukunft zeigt, dann der Schild des Königs der seinen Träger unverwundbar macht und zuletzt die nie versiegende Schatztruhe. Doch über die Jahre aufgrund verschiedener tragischer Ereignisse gingen diese drei Artefakte verloren und nun ist es Sir Graham, dem loyalsten Ritter von König Graham diese wieder zurück zu bringen und dem Land wieder Wohlstand und Frieden zu bringen.

Gespielt wird dabei Sierra typisch mit einem Parser über den die Befehle eingegeben werden, aber auch mit dem Joystick oder den Pfeiltasten um die Spielfigur an die richtige Stelle zu steuern. Inzwischen ist dieses System bekannt aber damals bei Erscheinen des Spiels war es üblich nur ein statisches Bild aus der Ich perspektive zu haben und durch Eingabe der Himmelsrichtungen zwischen Räumen zu wechseln. King’s Quest machte dies revolutionär anders, denn Sir Graham war als vollanimierte Figur auf dem Bildschirm zu sehen und wenn man ihn an den Rand des Bildschirms steuerte dann wurde in den nächsten Rum gewechselt. Auch wurde z.B. beim öffnen einer Tür nicht einfach nur das Bild durch eines mit offener Tür ersetzt sondern man sah das die Tür animiert aufging.

Das Spiel wurde außerdem in 16 Farben EGA Grafik dargestellt weil IBM die Grafikfähigkeiten seines Gerätes bewerben wollte. Der AGI (Adventure Game Interpreter) hatte bei King’s Quest seine Premiere auch wenn er damals noch nicht so hieß. Im Jahr 1990 wurde von Sierra eine verbesserte Version herausgegeben die dann auf dem SGI (Sierra Creative Interpreter) basierte und nun auch Soundkarten unterstützte. Neben dem PC gab es noch Ports für zahlreiche andere Heimcomputer und auch Konsolen.

Schon ein Jahr nach der Veröffentlichung von King’s Quest kam auch schon der Zweite Teil und machte daraus eine Serie. König Graham (durch die Wiederbeschaffung der magischen Gegenstände zu Königsehren gekommen) blickt eines Tages in den von ihm wiederbeschafften magischen Spiegel und hat eine Vision. Der Spiegel zeigt dem König eine schöne Frau mit Namen Valanice die, wie sollte es auch anders sein, natürlich im höchsten Zimmer eines Elfenbeinturmes eingesperrt ist. Denkt denn niemand von den Entführern an die armen Bediensteten die dann immer die vielen Stiegen nach oben steigen müssen?

Aber ich schweife ab. Bezaubert von dem Antlitz der holden Maid in Nöten wird er daraufhin in die Welt Kolyma teleportiert. Um Valanice zu befreien muss Graham drei Türen öffnen die in zur Hexe Hagatha bringen welche Valanice in dem Turm gefangen hält. Auf seinem Weg zur Hexe hält den Helden weder das Meer, noch die Luft und schon gar nicht der Tod auf. Wird es ein Happy End geben?

Technisch hat sich im Vergleich zu King’s Quest I nicht viel getan. Aber dieser Teil war der erste der King’s Quest Reihe, der einen Cutszene nach den dem Intro hatte und es ist auch das erste King’s Quest in dem sich die Welt im Laufe des Abenteuers aufgrund der Aktionen des Helden verändert.

1986 kam dann auch schon der dritte Teil der Serie heraus. King’s Quest III ändert dabei mehrere Dinge. Erstmals ist nicht Sir/König Graham der Held und die Geschichte spielt auch nicht mehr in Daventry. Diesmal befinden wir uns im Lande Llewdor, wo ein Junge namens Gwydion von einem alten Magier namens Manannan gefangen gehalten wird. Gwydion wurde einst als kleiner Junge aus Daventry entführt und muss sich um das Haus des Magiers kümmern, Er muss putzen, kochen und die Tiere versorgen und sich auch um den Magier kümmern.

Eines Tages entdeckt er dabei schließlich einen geheimen Raum, in dem der Zauberer seine magischen Zutaten aufbewahrt. sowie ein Buch mit Zauberformeln. Doch diesen Raum kann der Junge nur betreten, wenn sein Peiniger, der Zauberer Manannan, das Haus für eine Weile verlassen hat. Magischen Gegenstände die Gwydion an sich nimmt, muss er in seinem Zimmer verstecken, bevor der Zauberer zurückkehrt.

Um sich im Haus schnell bewegen zu können kann Gwydion sich mit Hilfe einer magischen Karte an alle Orte teleportieren, die ihm bereits bekannt sind. Aber auch das funktioniert nur solange der Zauberer schläft oder außer Haus ist. Erst wenn es dem Jungen gelingt, Manannan in eine Katze zu verwandeln kann er nach Hause zurückkehren. Wie es von da an weitergeht sollte am Besten jeder selber herausfinden.

Auch mit dem dritten Teil der Serie gab es etwas Neues, denn die magische Karte mit der der Spieler sich teleportieren kann, ist nichts geringeres als eine Automap Funktion die bereits erkundete Bereiche aufzeichnet. Außerdem läuft in dem Spiel eine Echtzeituhr mit die dafür sorgt das Ereignisse zu bestimmten Zeitpunkten eintreten und der Spieler in manchen Szenen nur eine bestimmte Zeitspanne zur Lösung der Aufgabe hat. Der im zweiten Teil für die Musik zuständige Programmierer Al Lowe wurde zum Hauptprogrammierer und dessen Frau übernahm stattdessen die Musik. Mit King’s Quest III verdiente sich Al Lowe seine Sporen um dann an Seinem Projekt arbeiten zu können, Leisure Suite Larry.

Wer sich die Spiele mal selber gerne ansehen mag kann dies sehr leicht auf GOG tun, denn dort ist die komplette Serie für wenige Euros auch auf aktuellen Systemen lauffähig. Darum liebe Leser, sattelt die Hühner und Retten den König!

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