Spende ans Museum: POLO Microsystems – System 1

Kategorien: Spende

Ein kleiner Computer ist durch eine Spende von Test-Fuchs Erding bei uns im Museum eingetroffen. Hier mal ein reisen Dank an Leutner Martin der beim Zusammenräumen vor der Übersiedelung an mich und das Museum gedacht hat und das seltene Stück vor dem Container bewahrt hat.

Aber um welches System geht es. Es geht um das System 1 von POLo Microsystems aus Californien. Das Gerät sieht auf den ersten blick wenig spektakulär aus, süß klein aber nicht großartig, aber es beinhaltet interessante Technik.

Specifications
128KB RAM intern erweiterbar auf 512KB und extern erweiterbar auf 1MB
CPU: 80188 und eine Z80
Speicher: zwei doppelseitigen, double-density Diskettenlaufwerke (360KB)
Tastatur: 90 tasten, 12 Funktionstasten; 12 Tasten Nummernpad
Die Tastatur beinhaltet einen Maus Port und zwei Device input Ports
Monitor: 12-inch RBG Farb CRT. 640×200 pixels mit 16 Farben. Dreh und Neigbar
Printer: 120 cps dot-matrix
Kommunikation: Bell 103 Modem; auto-answer/auto-dial
Expansion Ports: Zwei RS-232 Serielle Ports; zwei RJ11 Analog Telefon anschlüsse; zwei RAM/ROM Modul Ports und ein System Port
Hersteller: Polo Microsystems Inc
Datum: 1984

Wie dem versierten leser schon auffällt handelt es sich hier um ein Dual CPU System, ähnlich dem C128 oder dem zenith Z100. Eine intel 80188 (eine abgespeckte Version des 80186 ähnlich der 8088 zum 8086) und eine Zilog Z80 CPU werkeln in dem richtig schicken Gerät. Das macht den Polo zu einem IBM-Kompatiblen Gerät. Mit dabei war reichlich Dokumentation und auch die Startdisketten.

Leider war der im Set beinhaltete Monitor nicht auffindbar und auch der Drucker ist verlustig gegangen, aber die Retrogötter hatten Gnade und gaben dem POLO einen standard Video Ausgang und so konnte ich einen Commodore 1084S Monitor nutzen um das Gerät in Betrieb zu nehmen.

Der Hersteller hat das Gerät bereits für den Betrieb mit 220V vorbereitet und dank der beiligenden Disketten konnte der Polo wohl zum Ersten mal nach 30 Jahren wieder in Betrieb genommen werden.

Die Disketten sind dank der guten Lagerung einwandfrei lesbar. Jetzt heißt es diese Datenträger zu archivieren, ich denke das bedeutet es wird langsam Zeit für ein Kryoflux.

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